Bava Kamma 85

Kapitel 85

א או גיורת זכה
1 oder eine Proselytin, so hat er es erworben!?
ב אמר רבה בגרושה וכן אמר ר"נ בגרושה
2 Rabba erwiderte: Dies gilt von einer Geschiedenen. Ebenso erklärte auch R. Naḥman, dies gelte von einer Geschiedenen. –
ג אמרי גרושה נמי תיפלוג בדמי ולדות
3 Die Geschiedene sollte ja auch am Ersatz für die Kinder beteiligt sein!?
ד אמר רב פפא התורה זכתה דמי ולדות לבעל אפילו בא עליה בזנות מאי טעמא אמר קרא (שמות כא, כב) כאשר ישית עליו בעל האשה
4 R. Papa erwiderte: Die Tora hat den Ersatz für die Kinder dem Manne zugesprochen, selbst wenn er sie unehelich beschlafen hat. – Wo dies? – Die Schrift sagt:<i>wie sie ihm der Ehemann der Frau auferlegt</i>.
ה ונוקמה לרבה כגון שגבו מעות ולר"נ כגון שגבו קרקע
5 Sollte doch Rabba erklären: wenn sie Geld eingefordert haben, und R. Naḥman: wenn sie Grundbesitz eingefordert haben!?
ו דאמר רבה גבו קרקע יש לו גבו מעות אין לו ור"נ אמר גבו מעות יש לו גבו קרקע אין לו
6 Rabba sagte nämlich: Haben sie Grundbesitz eingefordert, so erhält er, haben sie Geld eingefordert, so erhält er nicht. R. Naḥman aber sagte: Haben sie Geld eingefordert, so erhält er, haben sie Grundbesitz eingefordert, so erhält er nicht. –
ז אמרי הני מילי לבני מערבא אליבא דרבנן
7 Ich will dir sagen, dies nur nach der Lehre der westlichen Schule, nach der Ansicht der Rabbanan,
ח כי קאמרי הכא כרבי:
8 während sie es hier nach der Ansicht Rabbis erklären.
ט אמר ר"ש בן לקיש שור שהמית את העבד שלא בכוונה פטור משלשים שקלים שנאמר (שמות כא, לב) כסף שלשים שקלים יתן לאדוניו והשור יסקל כל זמן שהשור בסקילה הבעלים משלמין שלשים שקלים אין השור בסקילה אין הבעלים משלמין שלשים שקלים
9 R. Šimo͑n b. Laqiš sagte: Wenn ein Ochs ohne Absicht einen Sklaven getötet hat, so ist [der Eigentümer] frei von der Zahlung der dreißig Šeqel, denn es heißt:<i>dreißig Šeqel Silber soll er an den Eigentümer zahlen und der Ochs soll gesteinigt werden</i>; wenn der Ochs zu steinigen ist, hat der Eigentümer die dreißig Šeqel zu zahlen, und wenn der Ochs nicht zu steinigen ist, braucht auch der Eigentümer die dreißig Šeqel nicht zu zahlen.
י אמר רבה שור שהמית בן חורין שלא בכוונה פטור מכופר שנאמר (שמות כא, כט) השור יסקל וגם בעליו יומת אם כופר יושת עליו כל זמן שהשור בסקילה בעלים משלמין כופר אין השור בסקילה אין בעלים משלמין כופר
10 Rabba sagte: Wenn ein Ochs einen Freien ohne Absicht getötet hat, so braucht [der Eigentümer] das Lösegeld nicht zu zahlen, denn es heißt: <i>der Ochs soll gesteinigt werden und auch der Eigentümer soll sterben; wenn ihm ein Lösegeld auferlegt wird</i>; wenn der Ochs zu steinigen ist, hat der Eigentümer das Lösegeld zu zahlen, und wenn der Ochs nicht zu steinigen ist, braucht auch der Eigentümer das Lösegeld nicht zu zahlen.
יא איתיביה אביי המית שורי את פלוני או שורו של פלוני ה"ז משלם ע"פ עצמו מאי לאו כופר
11 Abajje wandte gegen ihn ein: [Sagt jemand:] mein Ochs hat jenen getötet, oder. den Ochsen von jenem, so muß er trotz des freiwilligen Geständnisses bezahlen. Doch wohl das Lösegeld!? –
יב לא דמים
12 Nein, eine gewöhnliche Entschädigung. –
יג אי דמים אימא סיפא המית שורי את עבדו של פלוני אינו משלם על פי עצמו ואי דמים אמאי לא
13 Wie ist, wenn eine gewöhnliche Entschädigung, der Schlußsatz zu erklären: [Sagt er:] mein Ochs hat den Sklaven von jenem getötet, so braucht er wegen des freiwilligen Geständnisses nichts zu bezahlen.
יד אמר ליה יכילנא לשנויי לך רישא דמים וסיפא קנס מיהו שנוייא דחיקא לא משנינא לך אידי ואידי דמים
14 Weshalb denn nicht, wenn eine gewöhnliche Entschädigung!? Dieser erwiderte ihm: Ich könnte dir erwidern, der Anfangsatz spreche von einer gewöhnlichen Entschädigung und der Schlußsatz spreche von einer Bußzahlung, nur will ich dir keine gesuchte Antwort geben. Beide sprechen vielmehr von einer gewöhnlichen Entschädigung, nur